Reha-Anträge der Rentenversicherung: Arztpraxen stellen auf digitale Abwicklung um
Hausärztinnen und Hausärzte sollen ihre Patientinnen und Patienten über diesen rein digitalen Weg informieren, wie die Ärzte Zeitung berichtet.

Post-Verschluss bei Rehaanträgen: Was jetzt digital läuft
Die Deutsche Rentenversicherung hat den postalischen Versand von Unterlagen zu Rehaanträgen an Arztpraxen eingestellt. Damit wird das Verfahren vollständig auf digitale Abwicklung umgestellt. Hausärztinnen und Hausärzte sollen ihre Patientinnen und Patienten über diesen rein digitalen Weg informieren, wie die Ärzte Zeitung berichtet. Für alle, die eine Reha beantragen oder einen Antrag begleiten, ändert sich damit ein konkretes Detail im Ablauf: Papier wird an Praxen nicht mehr erwartet.
Was genau geändert wurde
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat ihre Poststelle für diesen Kanal de facto stillgelegt. Dokumente, die bisher per Briefpost an die Hausarztpraxis gingen, werden nicht mehr versendet. Stattdessen soll der gesamte Weg von der Antragstellung bis zum Austausch der Unterlagen digital stattfinden. Das betrifft insbesondere die medizinischen Berichte und Unterlagen, die Hausärztinnen und Hausärzte im Rahmen der Reha-Begleitung erstellen oder übermitteln müssen.
Was das für Praxisalltag und Patienten bedeutet
Für Hausärztinnen und Hausärzte: Der digitale Weg bedeutet, dass Unterlagen nicht mehr als Briefe auf dem Praxisschreibtisch landen. Praxen, die bisher überwiegend analog mit der Rentenversicherung kommunizierten, müssen sich auf das digitale Format einstellen. Wer noch keine Erfahrung mit der elektronischen Übermittlung hat, sollte sich rechtzeitig informieren, welche Wege die DRV dafür vorsieht.
Für Patientinnen und Patienten: Wer eine Reha beantragen möchte, sollte im Vorfeld klären, wie der Antrag und die Begleitunterlagen digital eingereicht werden. Wichtig ist der Zeitpunkt: Wenn der Hausarzt die benötigten medizinischen Unterlagen erst nachfordern muss, weil der Postweg entfällt und der digitale Zugang noch nicht geklärt ist, verlängert sich das Verfahren. Klären Sie deshalb vor dem Antrag mit Ihrer Praxis, wie der Informationsaustausch ablaufen wird.
Ein Tipp aus der Praxis: Nehmen Sie beim nächsten Praxisbesuch oder Telefonat aktiv das Thema Reha digital an. Fragen Sie, ob die Praxis die Unterlagen bereits elektronisch übermitteln kann und ob es etwas gibt, was Sie selbst vorbereiten sollten. Wer wartet, bis die Rentenversicherung nachfragt, verliert wertvolle Zeit.
Was in den kommenden Wochen zu beachten ist
Die Ärzte Zeitung berichtet über die Maßnahme auf Basis der Mitteilung der Rentenversicherung. Welche konkreten digitalen Plattformen und Zugangswege die DRV in Deutschland vorsieht, ist im vorliegenden Bericht nicht detailliert beschrieben. Wer sichergehen möchte, sollte direkt bei der zuständigen DRV-Stelle oder bei der eigenen Hausarztpraxis nach den aktuellen Abläufen fragen. Besonders relevant ist das für Patientinnen und Patienten, die bereits einen Rehaantrag laufen haben oder deren Antrag kurz bevorsteht.
Auch wer sich noch nicht für eine Reha entschieden hat, aber voraussichtlich eine braucht, sollte den digitalen Weg kennen. Die Praxis kann hier als erster Ansprechpartner dienen und Sie über die nächsten Schritte informieren.